Ende des Fursty‐Moratoriums: Naturschützer drohen mit Klage“

Stel­lung­nah­me zum Bericht im Münch­ner Mer­kur vom 5.6.2018

  1. Die Pla­nungs­ho­heit auf der Mai­sa­cher Flur liegt aus­schließ­lich bei der Gemein­de Mai­sach. Die Stadt Fürs­ten­feld­bruck hät­te gegen den Mai­sa­cher Bebau­ungs­plan für die Aus­wei­sung der Dri­ving Aca­de­my kei­ne recht­li­che Hand­ha­be gehabt; im Gegen­satz zur Gemein­de Mai­sach ver­fügt die Stadt über kei­ne rechts­gül­ti­ge Bau­leit­pla­nung, die in ein pla­nungs­recht­li­ches Abstim­mungs­ver­fah­ren ein­ge­bracht hät­te wer­den kön­nen. Obwohl die Lärm­im­mis­sio­nen von BMW unver­än­dert blei­ben, konn­te auf dem Ver­hand­lungs­we­ge zumin­dest erreicht wer­den, dass auf der angren­zen­den Fürs­ten­feld­bru­cker Flur nach der Frei­ga­be des Bun­des­wehr­ge­län­des wenigs­tens ein Urba­nes Gebiet ent­wi­ckelt wer­den kann. Dies auch, wenn die künf­ti­ge Haupt‐Emissionsquelle, näm­lich die in Pla­nung befind­li­chen Hand­lingstre­cken zwi­schen der neu­en Gern­lin­de­ner Umge­hungs­stra­ße und der bestehen­den Anla­ge, rea­li­siert ist. Die­se Grenz­wer­te wer­den auch in der Bau­leit­pla­nung für das Urba­ne Gebiet fest­ge­schrie­ben.
    Ohne die Ver­hand­lun­gen hät­te dort maxi­mal ein rei­nes Gewer­be­ge­biet aus­ge­wie­sen wer­den kön­nen. In dem Tagblatt‐Bericht wird der Bund Natur­schutz zitiert, die Stadt Fürs­ten­feld­bruck habe ent­ge­gen des mit den Nach­bar­ge­mein­den ver­ein­bar­ten Mora­to­ri­ums dem Druck von BMW nach­ge­ge­ben und einer wei­te­ren Aus­wei­tung der Dri­ving Aca­de­my unter Auf­la­gen zuge­stimmt. Bekannt­lich ist die Stadt nach lan­gem Rin­gen und vie­len Ver­hand­lungs­run­den dem Wunsch der Gemein­de Mai­sach – auch im Sin­ne einer guten inter­kom­mu­na­len Zusam­men­ar­beit – nach­ge­kom­men und hat bereits vor Ablauf des Mora­to­ri­ums am 31. Juli die genann­te Zustim­mung unter Auf­la­gen erteilt. BMW und die Gemein­de Mai­sach, die BMW hal­ten will, dräng­ten auf eine schnel­le Ent­schei­dung.
  2.  „Die Stadt macht sich zum Hand­lan­ger der Umwelt­zer­stö­rer“. Die­ser Aus­sa­ge des Bund Natur­schutz wird vehe­ment ent­ge­gen getre­ten. Wie auch dem Bund Natur­schutz bekannt ist, erfolgt der Ein­griff in das FFH‐Gebiet durch die Bau­leit­pla­nung der Gemein­de Mai­sach, nicht durch die Pla­nun­gen der Stadt Fürs­ten­feld­bruck. Wie unter Punkt 1. bereits erläu­tert, hat die Stadt Fürs­ten­feld­bruck kei­ne Mög­lich­keit der Ein­fluss­nah­me.